Strandbäder Alte Donau

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Strandbäder Alte Donau - hier kannst du in der Donau schwimmen und baden
Strandbäder Alte Donau – hier kannst du in der Donau schwimmen und baden

Strandbäder Alte Donau – nahe der Donauinsel

Wenn du im Sommer in Wien nach Abkühlung suchst, hast du die Wahl: Auf der einen Seite die Donauinsel – riesig, wild und perfekt für alle, die sich einfach mit dem Handtuch irgendwo ins Gras legen möchten oder kilometerlang skaten oder radfahren wollen. Auf der anderen Seite die Alte Donau, die das genaue Gegenteil ist.

Hier findest Urlaubsfeeling mit einer ordentlichen Portion Wiener Nostalgie. Hier sind die klassischen Strandbäder, in denen Wien schon seit über hundert Jahren den Sommer verbringt. Der Übergang ist fließend: Du kannst morgens auf der Insel sporteln und mittags nur ein paar Meter weiter in eines der Bäder hüpfen, um den Komfort von Holzstegen, Schattenbäumen und einer ordentlichen Schnitzelsemmel zu genießen. In diesem Überblick schauen wir uns an, was die verschiedenen Bäder an der Alten Donau so draufhaben – vom riesigen Gänsehäufel bis zu den versteckten Vereinsbädern.

Gänsehäufel: Das berühmteste Strandbad an der Alten Donau

Das Gänsehäufel ist nicht einfach nur ein Freibad; es ist eine Institution und für die Wiener eine Insel der Seligen auf rund 330.000 m². Wer hierher kommt, erlebt das „Sommer-Wohnzimmer“ der Wiener. Mit seinem Uhrturm und den weitläufigen Pappelalleen bietet es Platz für Zehntausende. Es ist berühmt für seine Wellenbecken, die nostalgischen Holzkabanen und einen der größten FKK-Bereiche der Stadt. Hier vermischt sich die Geschichte von Florian Berndl mit modernem Freizeitspaß wie dem Hochseilklettergarten.

  • Lage: Eine eigene Insel in der Unteren Alten Donau (22. Bezirk).
  • Anreise: U1 bis Kaisermühlen/VIC, dann mit dem kostenlosen Badebus 92B.
  • Wissenswert: Das Areal ist so groß, dass es sich auch an vollen Tagen verläuft, wenn man bereit ist, ein Stück Richtung Inselfront zu spazieren.

Bundesbad Alte Donau: Nostalgische Sommerfrische

Das Bundesbad ist der aristokratische Bruder unter den Bädern. Als ehemalige Militärschwimmschule (gegründet 1919) hat es sich einen herrlich altmodischen Charme bewahrt. Hier dominieren riesige Schattenbäume und endlose Holzstege, die zum Sonnenbaden direkt über dem Wasser einladen. Es gibt keine lärmenden Rutschen, dafür aber eine Atmosphäre, die an die Kurorte der Jahrhundertwende erinnert. Es ist der perfekte Ort für Ästheten, die Ruhe suchen.

  • Lage: Arbeiterstrandbadstraße, am Nordufer der Oberen Alten Donau.
  • Anreise: U1 bis Alte Donau, dann ca. 10 Minuten Fußweg oder mit dem Rad.
  • Wissenswert: Das Wasser ist hier besonders klar und die Gastronomie bietet klassische Wiener Küche auf hohem Niveau.

Strandbad Alte Donau: Das sportliche Familienzentrum

Direkt neben dem Bundesbad liegt das städtische Strandbad Alte Donau. Es ist der Allrounder für Aktive. Während andere Bäder primär auf das Wasser der Donau setzen, punktet dieses Bad mit zusätzlichen Sport- und Mehrzweckbecken. Es ist modern, funktional und bietet eine exzellente Infrastruktur für Familien. Hier treffen sich die Wiener zum Beachvolleyball, zum Bahnen-Schwimmen im beheizten Becken oder für Fitnessübungen im Freien.

  • Lage: Arbeiterstrandbadstraße 91.
  • Anreise: U1 bis Alte Donau, kurzer Spaziergang entlang der Promenade.
  • Wissenswert: Es ist ein „MA 44“-Bad der Stadt Wien, was moderate Eintrittspreise bedeutet.

Angelibad: Das Kinderparadies am Nordufer

Ganz oben an der Oberen Alten Donau, nahe der U6, liegt das Angelibad. Es hat den Ruf, das familienfreundlichste Bad Wiens zu sein. Das liegt vor allem an dem extrem flachen Ufer und dem feinen Kieselstrand, wo Kleinkinder gefahrlos im Wasser spielen können. Die Stimmung ist hier entspannt und fast dörflich. Es gibt riesige Spielplätze, einen Minigolfplatz und ein Buffet, das genau das bietet, was Kinder nach dem Schwimmen brauchen: Eis und Pommes.

  • Lage: Am Nordufer (Floridsdorf), nahe der Siedlung „An der Oberen Alten Donau“.
  • Anreise: U6 bis Neue Donau, dann ca. 5–10 Minuten Fußweg.
  • Wissenswert: Es gibt hier auch einen eigenen Hundebadeplatz direkt nebenan (außerhalb des Geländes), falls dein Vierbeiner auch eine Abkühlung braucht.

Arbeiterstrandbad: Die Renaissance der Freiheit

Früher ein privates Bad, ist das Arbeiterstrandbad heute eine riesige, öffentlich zugängliche Liegewiese. Seit der Öffnung im Jahr 2015 ist es der Hotspot für alle, die das Flair eines Traditionsbades genießen wollen, ohne Eintritt zu zahlen. Die alten Gebäude und die Parkstruktur sind erhalten geblieben, was dem Ort eine besondere Würde verleiht. Es ist der Inbegriff der modernen Wiener Stadtpolitik: Erstklassige Lagen für alle zugänglich zu machen.

  • Lage: Arbeiterstrandbadstraße, direkt zwischen Bundesbad und Strandbad Alte Donau.
  • Anreise: U1 bis Alte Donau.
  • Wissenswert: Es gibt hier keine Bademeister-Aufsicht, dafür aber viel Platz für eigene Picknickkörbe und Slacklines.

Die Vereinsbäder: Polizeibad, Post- und Straßenbahnerbad

Die Vereinsbäder an der Alten Donau sind kleine, abgeschirmte Welten für sich. Sie stammen aus einer Zeit, in der große Betriebe oder Berufsgenossenschaften eigene Freizeitbereiche für ihre Mitarbeiter geschaffen haben. Auch wenn man Mitglied sein muss oder jemanden kennen sollte, der einen mitnimmt, machen sie einen riesigen Teil des Charmes der Gegend aus. Hier ist der Überblick über die wichtigsten Vereins-Oasen:

Das Polizeibad: Exklusiv und gepflegt

Das Polizeibad gilt unter Kennern als eines der am besten geführten Bäder an der Alten Donau. Es gehört zur Polizeisportvereinigung Wien und ist bekannt für seine Sauberkeit und die ruhige, disziplinierte Atmosphäre. Die Anlage ist weitläufig und bietet neben den klassischen Stegen auch tolle Sportmöglichkeiten.

  • Charakter: Sehr ordentlich, gehobene Infrastruktur, super Gastronomie.
  • Lage: Arbeiterstrandbadstraße (Obere Alte Donau).
  • Anreise: U1 bis Alte Donau, dann ca. 10 Minuten zu Fuß oder mit dem Rad.
  • Wissenswert: Eigentlich für Polizeibedienstete und deren Angehörige gedacht, aber es gibt auch Möglichkeiten für Gästekarten oder eine Sektionsmitgliedschaft.

Das Straßenbahnerbad: Tradition auf dem Kleinen Gänsehäufel

Wie der Name schon sagt, ist das Straßenbahnerbad (offiziell das Bad des KSV Wiener Linien) das Revier der Wiener Öffi-Mitarbeiter. Es liegt auf dem Kleinen Gänsehäufel und ist der Inbegriff der Wiener Arbeiterkultur. Hier herrscht ein extrem starker Zusammenhalt; viele Pächter der kleinen Hütten verbringen dort ihren gesamten Sommer.

  • Charakter: Familiär, bodenständig, tief verwurzelte Gemeinschaft.
  • Lage: Auf dem Kleinen Gänsehäufel (Untere Alte Donau).
  • Anreise: U1 bis Kaisermühlen, dann mit dem 92B oder zu Fuß Richtung Selbstverwaltungssiedlung.
  • Wissenswert: Besonders bekannt für die sportlichen Sektionen wie Rudern oder Zillenfahren.

Das Eisenbahnerbad (Kultur- und Sportverein der ÖBB)

Das Eisenbahnerbad befindet sich am sogenannten Dampfschiffhaufen. Es ist eine grüne Oase, die vor allem durch ihre Ruhe besticht. Die Anlage ist weniger trubelig als die öffentlichen Strandbäder und bietet viel Platz zum Entspannen im Schatten alter Bäume.

  • Charakter: Ruhig, grün, Fokus auf Erholung und Kleingarten-Feeling.
  • Lage: Am Dampfschiffhaufen (Untere Alte Donau).
  • Anreise: Am besten mit dem Rad oder dem Bus 92A/92B bis zur Station Dampfschiffhaufen.
  • Wissenswert: Hier geht es sehr gemütlich zu; ideal, wenn man dem Massentrubel entfliehen will.

Das Postsportbad (Post SV)

Auch die Post hat an der Arbeiterstrandbadstraße ihr eigenes Reich. Das Postsportbad ist ein klassisches Beispiel für ein Vereinsbad, das über Jahrzehnte organisch gewachsen ist. Es bietet eine gute Mischung aus Sportflächen und gemütlichen Liegewiesen.

  • Wissenswert: Die Kantine hier ist ein kleiner Geheimtipp für Leute, die einfache, ehrliche Küche ohne viel Schnickschnack suchen.
  • Charakter: Unaufgeregt, schattig, sehr traditionell.
  • Lage: Arbeiterstrandbadstraße (nahe Bundesbad).
  • Anreise: U1 bis Alte Donau.

Gut zu wissen
Wenn du in Wien Abkühlung im Wasser suchst, aber kein Geld für ein Strandbad ausgeben möchtest, gibt es auch kostenlose Badestellen an der Alten Donau. Hier sind einige der kostenlosen Bademöglichkeiten, ihre Standorte und wie du dorthin gelangen kannst: –> die schönsten Lagerwiesen an der Alten Donau und hier die Badestelle am neuen kostenlosen Pier 22 auf der Donauinsel.

Weiterführende Links

Häufige Fragen

Welches Strandbad an der Alten Donau ist das beste für Familien?

Ganz klar das Angelibad. Das Wasser ist dort am Ufer so flach, dass du dein Kind fast bis zur Mitte der Alten Donau begleiten kannst, ohne dass es tief wird. Außerdem gibt es dort massig Spielplätze und Sandkisten. Wenn du zusätzlich Pools und Rutschen willst, ist das Gänsehäufel die beste Wahl.

Wohin mit Kleinkindern?

Der Wasserspielplatz auf der Donauinsel ist eine hervorragende Alternative zur Alten Donau, insbesondere wenn man mit Kindern und Kleinkindern unterwegs ist. Alle Wasserbereiche sind flach und sicher, so dass auch die Kleinsten bedenkenlos spielen können. Der Wasserspielplatz bietet eine breite Palette von Spielmöglichkeiten, darunter ein interaktives Wasserspiel, Sandkasten mit Wasser und einen flachen Wasserteich. Hier findest du alle Infos zum beliebten Wasserspielplatz Donauinsel.

Wo kann ich in einem Strandbad an der Alten Donau baden, ohne Eintritt zu zahlen?

Das Arbeiterstrandbad – es ist wie ein echtes Strandbad, nur eben gratis und ohne Bademeister.

Darf ich im Strandbad an der Alten Donau grillen?

Nein, nicht in den Strandbädern an der Alten Donau. Es gibt aber offizielle Grillplätze der Stadt Wien in der Nähe, zum Beispiel auf der Donauinsel (nahe der Steinspornbrücke). An der Alten Donau selbst ist das „wilde“ Grillen auf den Lagerwiesen streng verboten, um die Wiesen und die Anrainer zu schützen.

Wo kann man gratis baden?

An der Alten Donau gibt es auch einige kostenlose Badestellen, an denen man sich erfrischen und gratis baden kann. Einige dieser kostenlosen Badestellen sind an den Lagerwiesen am Romaplatz – Romawiese und Angeliwiese, am Kaiserwasser, an der Strombucht.

Kann man in der Alten Donau bedenkenlos schwimmen?

Ja, absolut. Die Wasserqualität wird den ganzen Sommer über streng kontrolliert und ist fast immer ausgezeichnet. Da die Alte Donau ein stehendes Gewässer (Altarm) ist, ist das Wasser auch deutlich wärmer als in der Neuen Donau oder im Hauptstrom.

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